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Sportdirektor Thomas Klein im Gespräch mit der Rhein-Zeitung

Die Baskets beenden die Hinrunde als Tabellenführer der Regionalliga Südwest. Sportdirektor Thomas Klein zieht ein sehr positives Fazit!

Sportdirektor des Regionalligisten Conlog Baskets im Interview – „Es kommen Spiele, die man so in Koblenz noch nicht gesehen hat“

Die Conlog Baskets Koblenz haben die Hinrunde der Basketball-Regionalliga Südwest auf dem ersten Rang beendet. In drei Jahren der Ligazugehörigkeit waren die Chancen auf den Aufstieg in die dritthöchste Spielklasse (2. Bundesliga Pro B) nie besser. Unsere Zeitung sprach mit Sportdirektor Thomas Klein über die Baskets Koblenz.

Thomas Klein, wie fällt Ihr sportliches Halbjahresfazit bei den Conlog Baskets Koblenz aus?

Wir hatten zu Beginn den Ausrutscher mit der Niederlage in Karlsruhe, der im Nachhinein aber wegweisend war. Hätten wir in Karlsruhe gewonnen, dann vermutlich eher nicht in Speyer. Diese Niederlage hat die Mannschaft wach gerüttelt. Ansonsten fällt die Bilanz natürlich positiv aus. Das Team ist geprägt vom Stil unseres Trainers, gerade bei den Spielern, die nun im zweiten Jahr unter Josip spielen, ist dies zu erkennen. Spieltaktisch und -technisch hat sich die Mannschaft deutlich weiterentwickelt. Wir sind absolut variabel und spielen sehr mannschaftsdienlich. Wir haben die richtigen Verpflichtungen getätigt, für die wir uns viel Zeit gelassen haben. Die Einwechselspieler könnten auch von Beginn auflaufen, unsere Stärken sind klar die Tiefe, die Ausgeglichenheit und die Charaktere. Jeder stellt sich zu 100 Prozent in den Dienst der Mannschaft.

Wie sind die jüngsten Entwicklungen im Umfeld und infrastrukturellen Bereich einzuordnen? Ist der Verein für einen Aufstieg in den Profibereich gerüstet?

Das Gros unserer Sponsoren wird uns auch bei einem Aufstieg begleiten. Darauf ist schließlich auch unser Projekt 15/20 ausgerichtet. Für unseren Namensgeber hat das Sponsoring einen Multiplikatoreffekt. Es ist eine Win-Win-Situation. Basketball ist momentan die attraktivste Sportart, die Koblenz auf diesem Niveau zu bieten hat, dadurch wird auch Personal rekrutiert. Wir versuchen, unseren Spielern neben dem professionellen Basketball auch einen attraktiven beruflichen Werdegang zu bieten. Darüber hinaus sind wir im Umfeld dank vieler Helfer gut aufgestellt, die Euphorie ist spürbar.

Wie stellt sich die Hallensituation dar? Steht ein Umzug von der Karthause in die CGM Arena auf dem Oberwerth zur Debatte, vielleicht auch schon in den Topspielen in der Rückrunde?

Die Karthause ist unser Wohnzimmer, und da werden wir vorerst auch bleiben. Mit Sondergenehmigung passen dort 1250 Zuschauer rein. Diese Halle wollen wir zunächst regelmäßig ausverkaufen. Gegen Karlsruhe und Speyer wird dies sicherlich der Fall sein, dahin gehend erfahren wir schon jetzt enormen Zuspruch. Derzeit ist ein Umzug kein Thema, auch weil man auf dem Oberwerth das Catering nicht in den eigenen Händen hat, was natürlich ein erheblicher finanzieller Faktor ist. Ich bin aber überzeugt, dass man in Koblenz für Basketball in der zweiten Bundesliga durchaus 2000 bis 2500 Zuschauer begeistern kann.

Wie sieht der sportliche Ausblick auf die Rückrunde aus?

Es geht los mit einem schweren Spiel bei den Crailsheim Merlins II, die sich erst kürzlich gut verstärkt haben. Schon Ende Januar/Anfang Februar kommen Karlsruhe und Speyer nach Koblenz. Spiele, die man so in Koblenz noch nicht gesehen hat. Das Medien- und Zuschauerinteresse macht sich bereits jetzt bemerkbar. Es dürfte extrem spannend werden, da könnte eine Vorentscheidung fallen. Fakt ist, dass wir uns die beste Ausgangslage geschaffen haben, die wir nutzen wollen. Der Spielplan kommt uns auch entgegen. Die meisten langen Auswärtsfahrten sind erledigt, die direkte Konkurrenz kommt zu uns in eine volle Halle.

Ihre Wünsche für die Baskets?

Klar. Gesundheit und Aufstieg würden wir uns und unseren Zuschauern wünschen.

 

Das Gespräch führte

Lutz Klattenberg

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