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Koblenzer verlieren bei White Wings Hanau 68:76 und gehen als Tabellenzweiter in die Play-off-Runde

  • Spielbericht

In ihrem letzten Auswärtsspiel der Saison in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B Süd haben die EPG Baskets Koblenz bei den White Wings Hanau eine 68:76 (30:45)-Niederlage hinnehmen müssen und offenbarten dabei erneut offensive Unzulänglichkeiten. Für die Rhein-Mosel-Städter steht damit bereits vor dem abschließenden Heimspiel gegen Speyer fest, dass sie als Zweitplatzierter in die Play-off-Runde gehen werden und dort auf die siebtplatzierte Mannschaft aus der Nordstaffel trifft. Denn Tabellenführer Dresden Titans ist nach der Niederlage der Koblenzer nicht mehr einzuholen. Hanau wahrte mit dem achten Erfolg vor 297 Zuschauern derweil die Chance, noch in die Endrunde einzuziehen.

„Es ist eine Mentalitätssache“, versuchte der Koblenzer Trainer Gerard Gomila die fünfte Saisonniederlage zu erklären. „Jede dieser Niederlagen erfolgte eigentlich nach dem gleichen Bild. Wir haben offensiv zu wenig produziert, und wenn dann phasenweise die Defensive nicht stimmt, haben wir keine Chance.“ Hinzu kam eine hochmotivierte Gastgebermannschaft, die nach einem Trainerwechsel zu Beginn der vergangenen Woche äußerst engagiert wirkte. Der Spielstart verlief aus Koblenzer Sicht noch zufriedenstellend. Gomila beorderte Jacob Mampuya in die Startaufstellung, nachdem Shembari Phillips nach Coronainfektion noch nicht wieder auf dem gewohnten Fitnesslevel war. Die Baskets verschafften sich nach acht Minuten eine 15:9-Führung. Dominique Johnson erzielte in der Frühphase zwei seiner vier Drei-Punkte-Würfe. Mit der Auswechslung von Niclas Sperber und Johnson erfolgte dann aber ein immenser Bruch im Koblenzer Spiel. Hanau konnte viertelübergreifend 18 Punkte in Folge zum 27:15 erzielen, ehe Leo Saffer den Negativlauf stoppte. Diesem Rückstand mussten die Baskets nun aber erst einmal hinterherlaufen. Die Gastgeber erzielten allein im zweiten Viertel starke 29 Zähler zu einer 45:30-Halbzeitführung.

Nach der Pause kamen die Baskets deutlich verbessert aus der Kabine und starteten mit einem 7:0-Lauf. Die Defensive war wieder auf dem Posten und erlaubte im dritten Spielabschnitt nur zehn Hanauer Punkte. So wurde der Rückstand abgetragen und zum Start des Schlussviertels waren die Koblenzer nach einem weiteren Johnson-Dreier zum 53:55 wieder in Schlagdistanz.

Hanau wankte, wirkte aber in den Aktionen gefestigt und konzentriert. Auf jeden Punkt der Baskets im Schlussviertel antworteten die White Wings mit Punkten. Und in den entscheidenden Momenten fielen die Distanzwürfe, insgesamt ein Dutzend. Auf Koblenzer Seite waren es derer nur sechs. Überhaupt waren es neben Johnson nur Brian Butler und Marvin Heckel, die Korbgefahr ausstrahlten. Das Trio erzielte zusammen 55 der 68 Punkte. „Und Hanau hat das gut erkannt und sich schnell darauf eingestellt. Wir wissen, dass wir das verbessern müssen. Es muss mehr Korbgefahr vom Rest des Kaders kommen“, fordert Gomila.

Bis zum Start der Play-offs bleiben nun nur noch drei Wochen. „Das ist nicht viel Zeit. Auf jeden Fall sind wir in der Lage, jede Mannschaft aus Nord und Süd zu schlagen, aber wir haben auch Schwachpunkte. Das ist uns bewusst, daran müssen wir nun intensiv arbeiten“, erklärte Gomila.

Koblenz: Womala, Phillips (2), Saffer (2), Mayer (2), Mampuya (1), Johnson (21), Butler (20), Sperber (3), Sunelik (3), Heckel (14), Pölking, Phatty.

Quelle: Rhein-Zeitung vom 14.03.2022