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Koblenzer Baskets wachsen im Spitzenspiel über sich hinaus

  • Spielbericht

Wenn Josip Bosnjak, Trainer der Conlog Baskets Koblenz, nach dem Spiel bäuchlings in Richtung der mitgereisten Fans rutscht und anschließend eine La-Ola-Welle mit anstimmt, dann muss schon etwas ganz Besonderes in den 40 Minuten zuvor passiert sein.

Und in der Tat war es so: Mit einer konzentrierten und defensiv herausragenden Leistung gewannen die Baskets Koblenz das Topspiel bei Titelaspirant Morgenstern BIS Baskets Speyer mit 94:84 (45:35). In der Basketball-Regionalliga Südwest ist damit das Rennen um die Meisterschaft offen wie nie, drei Teams mit gleicher Bilanz gehen vorweg.

Ob bei Bosnjak oder Sportdirektor Thomas Klein oder den knapp 80 mitgereisten Zuschauern – nach der Schlusssirene war die Erleichterung förmlich greifbar, der Jubel riesig. „Man muss allen Beteiligten ein großes Kompliment machen. Die Mannschaft war hervorragend eingestellt, die Zuschauer haben uns unglaublich unterstützt. Das war hoffentlich ein Signal an die Liga. Wir haben uns eine sehr gute Ausgangsposition verschafft“, jubelte Klein.

Dies passierte dank einer äußerst konzentrierten Vorstellung über die gesamte Spieldistanz. Die Hausherren hatten in der Sporthalle Nord vor 500 Zuschauern nur Sekunden die Führung inne, nachdem Albert Kuppe per Dreier auf 5:2 stellte. Der Koblenzer Center Valentin Jurkovic antwortete umgehend mit einem Drei-Punkte-Wurf. Danach verschafften sich die Gäste, punktetechnisch dieses Mal angeführt von Neuzugang Julius Zurna, eine knappe Führung, die stets hart verteidigt wurde. Henning Schaake und Yassin Mahfouz verdienten sich defensiv Bestnoten gegen die höherklassig erfahrenen Speyerer Leistungsträger.

Nach der 22:17-Führung zum Ende des ersten Viertels gab es auch im zweiten Viertel keinerlei Bruch im Spiel der Koblenzer. Die knappe Führung konnte weiter etwas ausgebaut werden, vor allem dank einer starken 50-prozentigen Wurfquote von jenseits der Drei-Punkte-Linie und einer leichten Überlegenheit bei den Rebounds. So kam es zur Halbzeit zu einer Zehn-Punkte-Führung der Gäste aus Koblenz.

Die zweite Hälfte eröffnete der erneut starke Milan Trtic per Dreier. Bosnjak über Trtic: „Zu ihm muss man keine Worte verlieren. Eigentlich ist er auf dem Feld unsichtbar. Er macht dabei seinen Job und hilft der Mannschaft praktisch in jeder Situation.“ Im dritten Viertel wurde es langsam unheimlich. Koblenz baute Schritt für Schritt den Vorsprung aus. KJ Sherrill stellte erstmals auf über 15 Punkte Differenz beim 57:41, Haufs zum Abschluss des Spielabschnittes sogar auf 20 – 75:55.

In der Sporthalle Nord feierten die mitgereisten Koblenzer bereits jetzt lautstark. Das erwartete Aufbäumen der Gastgeber kam zu Beginn des Schlussviertels, das beidseitig hart geführt wurde. Zwischenzeitlich hatten die Unparteiischen ihre liebe Mühe und Not. Speyer reduzierte den Rückstand unter größtem Aufwand, und als Ex-Bundesligaprofi Tim Schwartz dreieinhalb Minuten vor dem Ende seine Mannschaft in den einstelligen Bereich (72:81) brachte, wachten auch die Heimzuschauer auf. Aber Koblenz blieb nervenstark. Bis Spielende wurde man durch Speyer immer wieder an die Freiwurflinie geschickt. 13 von 15 Punkten war da die Bilanz der Baskets in der Schlussphase, sodass die Domstädter nicht weiter herankamen. Die letzten Sekunden gingen vollends im Jubel der Koblenzer Zuschauer unter.

„Wir haben uns taktisch extrem auf dieses Spiel vorbereitet, und jeder hat es dann konzentriert und mit riesiger Disziplin durchgezogen. Es war einfach eine ganz starke, mannschaftlich geschlossene Leistung. Wir haben nun alles in eigener Hand, dürfen aber auch nicht zu überschwänglich werden. Ein großer Dank gilt den Zuschauern, die uns nun hoffentlich in den Heimspielen weiter unterstützen werden. Das war auch ein wichtiger Faktor“, freute sich Übungsleiter Bosnjak. 

Koblenz: McDuffie (5), Zurna (23), Haufs (11), Sherrill (8), Schaake (13), T. Bosnjak, Jurkovic (14), Garmizo, Trtic (21), Novak, Mahfouz.

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