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KJ Sherrill behält die Nerven

  • Spielbericht

Die EPG Baskets Koblenz mussten sich am Karnevalssamstag gewaltig strecken, um den 16. Saisonsieg in der Basketball-Regionalliga Südwest einzufahren. Bei den Gießen Pointers entschieden zwei Freiwürfe zwei Sekunden vor dem Ende die Partie. Die Rhein-Mosel-Städter setzten sich mit 76:74 (35:42) durch.
Am Ende war es der US-Amerikaner KJ Sherrill, der den Baskets den Sieg sicherte. Gießen konnte den kräftigen Center im letzten Angriff des Spiels nur per Foul auf dem Weg zum Korb stoppen. Die fälligen Freiwürfe verwandelte Sherrill sicher. Insgesamt avancierte Sherrill für die Baskets erneut zum Matchwinner, seit Wochen zeigt sich der 2,03-Meter-Mann formstark. Bei starker Wurfquote kam Sherrill in Gießen auf 19 Punkte und sieben Rebounds.
Dass es am Ende eine äußerst knappe Entscheidung wurde, war vor allem zwei schwachen Vierteln der Baskets geschuldet, die ohne den verletzten Leistungsträger Edin Alispahic auskommen mussten. Nach gutem Beginn führte die Mannschaft von Trainer Christos Dictapanidis mit 23:20, bevor mit Beginn des zweiten Viertels der Spielrhythmus verloren ging. „Wir waren zu nachlässig in der Defense und haben unsere Würfe von außen nicht getroffen. Das Rückzugsverhalten war nicht gut, und Gießen hat es uns natürlich auch schwer gemacht“, erzählte der Grieche. Der zweite Spielabschnitt ging mit 22:12 klar an die Gastgeber. „Vermutlich war das unser schwächstes Viertel seit ich hier Trainer bin“, sagte Dictapanidis.
Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich das dritte Viertel wieder ausgeglichener. Gießen aber behauptete die Führung, setzte sich zwischenzeitlich bis auf elf Zähler ab. Mit Beginn des Schlussviertels intensivierten die Baskets die Verteidigungsarbeit und starteten eine Aufholjagd. Die Hausherren kamen kaum noch zu Punkten, Koblenz übernahm die Führung. Sechs der zwölf Gießener Punkte im Schlussabschnitt kamen durch zwei gut verteidigte Würfe aus dem Drei-Punkte-Bereich. So fiel auch der Ausgleich zum 74:74 durch Christoph Kenntemich 20 Sekunden Sekunden vor dem Ende. Die Baskets behielten danach die Nerven und spielten den letzten Angriff clever über Sherrill aus. „Ich sehe das Gute in diesem schwächeren Spiel. Einen Rückstand im Schlussviertel zu drehen, formt den Charakter der Mannschaft. Sie hat Willen und Einsatz gezeigt, auch wenn die Würfe nicht so recht fallen wollten“, resümierte Dictapanidis.
Koblenz: Sherrill (19), Sutalo (3), Jungblut, Fölbach, Schaake, Westerhaus (9), Thomspon (14), Bempis (6), Novak (12), Mahfouz (13).

Quelle: Rhein-Zeitung vom 24.02.2020

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