Beitrag

Im letzten Viertel drehen Baskets auf

  • Spielbericht
Das Etappenziel ist erreicht: Die EPG Baskets Koblenz haben in ihrer Premierensaison in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B die Teilnahme an der Play-off-Runde um den Aufstieg in die Pro A (zweithöchste deutsche Liga) fixieren können. Der 88:76 (50:44)-Auswärtserfolg bei den Baskets Speyer war der elfte Saisonsieg im 20. Spiel, der einen Platz unter den besten acht Teams sicherstellt. Für die Koblenzer war es zudem der erste Sieg in der Fremde seit Mitte Dezember.
Schon am Samstag (18 Uhr) kann und soll nach Möglichkeit der nächste Sieg folgen. Im letzten Auswärtsspiel der regulären Saison gastiert die Mannschaft von Trainer Danny Rodriguez bei Tabellenführer Dresden Titans – schon ein echter Vorgeschmack auf die Play-offs.
Ein hartes Spiel gab es auch am Mittwochabend in Speyer. Die Domstädter waren das einzige Team, das den EPG Baskets die Teilnahme an der Endrunde noch hätte streitig machen können. Zwar gingen die ersten beide Körbe an die Koblenzer, Speyer aber konterte mit einem sehenswerten 15:0- Lauf, bei dem Darian Cardenas und Tim Schwartz aus allen Lagen trafen. Gerade Cardenas war von den Koblenzern anfangs überhaupt nicht zu kontrollieren. Der Flügelspieler erzielte 23 seiner 28 Zähler vor der Pause.
„Ich war mit der Verteidigungsleistung überhaupt nicht zufrieden. Wir wussten um die Wurfstärke dieser Akteure, waren aber zu weit weg“, monierte Rodriguez. Besser wurde dies mit der Hereinnahme des wiedergenesenen Calvin Oldham, der die Kreise von Cardenas im Spielverlauf deutlich einschränkte.
Zunächst galt es aber, den 5:15-Rückstand abzuarbeiten. Dabei hatte Marley Jean-Louis seinen Anteil. Sofort nach Einwechslung lief Jean-Louis heiß und markierte zwei Dreier in Folge. Anthony Canty legte einen weiteren erfolgreichen Distanzwurf nach, und zum Viertelende waren die Baskets beim 22:23 wieder in Schlagdistanz.
Das zweite Viertel war der offensiv erfolgreichste Spielabschnitt der Koblenzer. Philipp Lieser, frischgebackener Vater, machte schnell fünf Punkte. Neben Lieser, der elf seiner 14 Punkte im zweiten Viertel erzielte, zeichneten sich die Gäste vor allem durch offensive Ausgeglichenheit aus, während bei den Hausherren weiter die Hauptverantwortung auf Cardenas lastete. Die EPG Baskets entschieden den Spielabschnitt mit 28:21 für sich und nahmen somit eine 50:44- Führung mit in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel kam Speyer wieder stärker auf. Es entwickelte sich ein interessanter Schlagabtausch, am Ende des dritten Viertels stand es 67:67.
Koblenz startete den Schlussabschnitt nach Körben von Canty und Lieser mit einem 6:0-Lauf, von dem sich Speyer nicht mehr erholte. Die Pfälzer brachten nur neun Zähler im Schlussviertel auf die Anzeigetafel. „Wir sind natürlich glücklich, dass wir die Play-off-Teilnahme nun sicher haben. Für den Verein ist das nach dem Aufstieg ein toller Erfolg, und der Mannschaft gibt es Sicherheit. Wir hatten heute den tieferen Kader, haben sehr ausglichen gepunktet“, gab Rodriguez zu Protokoll.
Zwei Spiele gilt es nun noch zu absolvieren. Mit Dresden und Gießen beide gegen Teams, auf die man auch in der Endrunde erneut treffen könnte. Nach derzeitigem Tabellenstand wäre Dresden auch Gegner in der ersten Gruppenphase, dies kann sich aber im engen Tabellenmittelfeld wieder verschieben. „Da wird jetzt aber nicht groß taktiert. Wenn wir eine Chance bekommen, dann wollen wir dieses Spiel auch gewinnen. Zudem wollen und müssen wir uns weiter einspielen. Dresden steht sicherlich zurecht ganz oben, und wenn man weit kommen will, muss man ganz einfach die Besten schlagen“, sagt Rodriguez. Das Hinspiel gegen die Sachsen liegt erst vier Wochen zurück. In Koblenz setzten sich die Titans knapp mit 69:64 durch.
 
Koblenz: Jean-Louis (11), Oldham (8), Woodmore (10), Mayer, Schaake, Butler (20), Lübken, Wellian (2), Thompson, Borekambi (8), Lieser (15), Canty (14).
 
Quelle: Rhein-Zeitung vom 05.03.2021