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Größter Trumpf ist die Defense

  • Spielbericht

Die EPG Baskets Koblenz haben auch im zweiten Spiel des Jahres einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg eingefahren. Der Tabellenzweite der Basketball-Regionalliga Südwest deklassierte die Flashers des SV Fellbach mit 92:42 (54:23) und feierte damit seinen höchsten Saisonsieg.
Es ging zunächst nur schleppend los in der Sporthalle auf der Karthause. Beide Seiten zeigten sich zu Beginn wenig pass- und treffsicher. Was folgte, war die wohl beste erste Hälfte der Baskets in dieser Saison. Die Zuschauer staunten nicht schlecht, als die Koblenzer nach den zähen Anfangsminuten plötzlich Dreier um Dreier verwandelten. Allein im ersten Viertel waren es fünf erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe, und so führten die Baskets nach zehn Minuten bereits komfortabel mit 27:12.
Im zweiten Viertel drehten die agilen Koblenzer noch weiter auf – sehr zum Leidwesen der ersatzgeschwächten Gäste. Diese bekamen weiterhin keinen Fuß in die Partie, was nicht zuletzt an der zupackenden und jederzeit hellwachen Defense der Baskets lag. Sechs lange Minuten dauerte es bis zu den ersten Punkten der Flashers im zweiten Viertel. Zu diesem Zeitpunkt waren die haushoch überlegenen Koblenzer längst auf 44:12 enteilt.
Winterneuzugang Noah Westerhaus, der erst ab Februar spielberechtigt ist, zeigte sich zur Pause begeistert vom tempo- und variantenreichen Spiel seiner Mannschaftskollegen: „Schade, dass ich noch nicht selbst mitmischen darf. Wir spielen einen sehr schnellen und unterhaltsamen Basketball. So kann es im zweiten Durchgang weitergehen.“ Und es ging so weiter. Das muntere Punktetreiben der Baskets setzte sich auch nach dem Seitenwechsel fort. Mitte des dritten Viertels war die Partie beim Stand von 65:25 bereits entschieden. Die Spannung war damit frühzeitig raus, nicht so aber die Luft im Spiel der Baskets. Denn die drückten weiter aufs Tempo. Mit dem sicheren Sieg im Rücken spielten die Koblenzer im Schlussviertel locker auf und schraubten das Ergebnis konsequent in die Höhe.
„Für mich als Trainer ist es sehr wichtig, dass wir jeden Gegner und jede Aufgabe mit der nötigen Seriosität begegnen. Das haben wir heute gemacht und das Spiel dementsprechend auch verdient gewonnen“, resümierte Baskets-Trainer Christos Dictapanidis.
Die mannschaftliche Geschlossenheit seines Teams spiegelte sich hinterher auch in den Zahlen wider. Alle acht Akteure punkteten, sechs von ihnen sogar zweistellig. Fleißigster Punktesammler war am Ende Spielmacher Zaire Thompson mit 19 Zählern. Der griechische Neuzugang Evangelos Bempis spielte ähnlich effizient wie bei seinem Debüt in der Vorwoche und konnte mit 13 Punkten und fünf Assists erneut überzeugen. Bei den Rebounds stach bei Koblenz KJ Sherrill heraus. Insgesamt 15 Abpraller krallte sich der aufmerksame US-Amerikaner.
Größter Trumpf der Baskets war die wieder einmal kompromisslose Abwehr. Koblenz gestattete Fellbach in keinem Viertel mehr als zwölf Punkte. „Wir haben erneut eine sehr gute Defense gespielt. Ich denke, dass wir zurzeit die beste Defense der Liga haben. Wenn wir so weitermachen und den gegnerischen Score auch in Zukunft niedrig halten, erhöht das natürlich unsere Chancen für die kommenden Aufgaben“, sagte Dictapanidis, der gleichzeitig den hohen Sieg relativierte: „Es war ein gutes Spiel von uns, aber man darf das Ergebnis auch nicht zu hoch bewerten. Fellbach war geschwächt und musste auf gleich drei Stammspieler verzichten. Das sollten wir fairerweise bei der Bewertung des Spiels berücksichtigen.“
Koblenz: Alispahic (14), Bembis (13), Fölbach (1), Mahfouz (10), Schaake (8), Sherrill (14), Sutalo (13), Thompson (19).

Quelle: Rhein-Zeitung vom 20.01.2020

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