Die EPG Baskets Koblenz sind in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B Süd weiter auf der Suche nach Form und Rhythmus. Bei Spitzenreiter BBC Coburg gab es für die Mannschaft von Trainer Danny Rodriguez nichts zu holen. Am Ende stand eine deutliche 72:99 (39:47)-Niederlage. Für die Baskets war es bereits die siebte Pleite aus acht Spielen seit dem Jahresbeginn.
„Es ist momentan nicht leicht für mich und für die Jungs. Jede Woche gibt es gezwungenermaßen Veränderungen. Das beeinflusst unser Spiel natürlich deutlich“, gab Trainer Rodriguez unumwunden zu. Bei der Partie, die aufgrund von technischen Problemen kurzfristig aus Coburg nach Strullendorf in das Trainingszentrum von Bundesligist Baskets Bamberg verlegt wurde, mussten die Rhein-Mosel-Städter ohne Kapitän und Center Edin Alispahic (Knieprobleme) und erneut ohne Allrounder CJ Oldham auskommen. Auch stand erneut keiner der vier Neuzugänge im Kader der Baskets.
Ein passabler Einstieg in die Partie gelang zunächst dennoch, denn Brian Butler auf Koblenzer Seite erwischte einen Sahnetag. Am Ende kam Butler auf 24 Zähler und 14 Rebounds bei einer starken Wurfquote von 80 Prozent. Das Problem in Durchgang eins aus Koblenzer Sicht war allerdings, dass Coburg als Mannschaft einer Wurfquote von 80 Prozent nahe kam. „Das muss man ihnen geben. Da ist unheimlich viel Qualität vorhanden und die Gastgeber haben gezeigt, warum der Basketballclub Coburg derzeit an erster Stelle steht“, sagte Gästetrainer Rodriguez.
Alle zehn Coburger Akteure zeigten sich im Spielverlauf korbgefährlich und punkteten. Bei den Gästen lag die Hauptverantwortung neben Butler auf Aufbauspieler DJ Woodmore, der neben 16 Zählern starke sieben Assists und sechs Rebounds lieferte. Daneben kam deutlich zu wenig. Enttäuschend: Center Chaed Wellian blieb in neun Minuten ohne Punkte, leistete sich aber fünf Fouls. Auch Distanzschütze Marley Jean- Louis brachte von der Bank kommend kaum Impulse.
Die Gastgeber, nach wie vor Tabellenführer in der Pro B Süd, setzten sich ab Mitte des ersten Viertels immer wieder ein paar Zähler ab. Koblenz blieb aber noch zumindest in Schlagdistanz. „Den Rückstand immer wieder zu verkürzen, war kräftezehrend. Wenn wir dran waren, haben uns zwei, drei Fehler wieder zurückgeworfen“, beschrieb Rodriguez.
Zum Seitenwechsel war beim 39:47 aus Sicht der Baskets aber noch Hoffnung vorhanden. Das änderte sich schnell im zweiten Durchgang, als der Gast vom Deutschen Eck Coburg nun endgültig ziehen lassen musste. Viertel drei ging deutlich mit 25:15 an die Oberfranken, und somit war der Ausgang bereits vor dem Schlussabschnitt nicht mehr offen. Da erhöhte die Mannschaft um den starken Aufbauspieler Constantin Ebert (24 Punkte) den Vorsprung konsequent weiter gegen kraftlos wirkende Koblenzer. Somit war am Ende die Niederlage mit 27 Punkten Unterschied gerechtfertigt.
Rodriguez ordnete die Niederlage ein: „Das Gute ist, dass die Saison mit den Play-offs quasi noch einmal bei Null beginnt. Die werden wir auch erreichen. Aber die Uhr tickt. Es sind noch drei Wochen mit vier Spielen, dann ein spielfreies Wochenende. Der Kader muss, wenn er dann endgültig zusammen ist, und die Neuzugänge dauerhaft in Koblenz sind, schnell einen Rhythmus finden.“
 
EPG Baskets Koblenz: Butler (24), Woodmore (16), Mayer (11), Thompson (8), Westerhaus (5), Jean- Louis (4), Lübken (4), Fölbach, Minguillon, Schaake, Wellian.