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Ein Auftakt fast nach Maß

  • Spielbericht

In den ersten Spielminuten untermauerten die Gastgeber gleich ihren Sieganspruch. Mit viel Tempo, Zug zum Korb und sicheren Distanzwürfen stand es schon nach 152 Sekunden 11:0 für die Koblenzer. Die erste Fünf, bestehend aus Aufbauspieler Steffen Haufs, Henning Schaake, Milan Trtic, Valentin Jurkovic und Neuzugang Marko Sutalo ging mit viel Engagement zur Sache und setzte sich über 16:4 und 25:9 weiter ab. Die Pfälzer hatten Probleme, dem Koblenzer Druck Stand zu halten. FCK-Center Aaron Ellis musste bereits nach acht Minuten mit drei Fouls auf der Bank Platz nehmen.

Aus der Not des Fehlens des längsten Akteurs machten die „Roten Teufel“ eine Tugend. Coach Mario Coursey stellte aufgrund des Größennachteils und der individuellen Überlegenheit der Hausherren auf eine Zonenverteidigung um und irritierte so die Baskets merklich. Hinzu kamen nun erfolgreiche Distanzwürfe. Drei Dreier in Serie der Pfälzer machten aus dem 25:9 schnell ein 25:18 aus Sicht der Koblenzer zu Beginn des zweiten Viertels.

Sah es anfänglich noch nach leichtem Spiel für die Baskets aus, so entwickelte sich nun ein ausgeglichenes Viertel. Die Mannschaft von Trainer Josip Bosnjak tat sich schwer gegen die Zonenverteidigung. „Wir haben in der Phase zu oft die falschen Entscheidungen getroffen. Wir haben den Ball nicht gut laufen gelassen und unsere Vorteile unter dem Korb nicht ausgenutzt“, erklärte Bosnjak. Zur Halbzeit führten die Baskets dank des guten Starts dennoch mit 46:36.

In der zweiten Hälfte erwischten die Gastgeber wieder den besseren Start. Ein zwischenzeitlicher 11:0- Lauf zum 62:42 brachte einen komfortablen Vorsprung und Sicherheit. Die Baskets entschieden das dritte Viertel deutlich mit 30:15 für sich und brachen damit die Gegenwehr der Pfälzer.

Im Schlussabschnitt bekam das Duell echten Derbycharakter. Viele Pfiffe der Unparteiischen brachten den Spielfluss komplett zum Erliegen, die Spieler konzentrierten sich auf ein paar kleinere, persönliche Scharmützel. Am verdienten Koblenzer Erfolg tat dies keinen Abbruch. Yassin Mahfouz war es vorbehalten, den 100. Punkt zu markieren. Alle zwölf eingesetzten Koblenzer Akteure trugen sich in die Punkteliste ein. Zum Topscorer avancierte Neuzugang Marko Sutalo mit 27 Zählern bei sieben erfolgreichen Dreiern.

Die Reboundüberlegenheit der Hausherren war mit 52 gegenüber 27 deutlich – und für Gästetrainer Coursey der entscheidende Faktor. „Phasenweise haben wir gut verteidigt, aber wir haben die Rebounds nicht kontrollieren können. Wir arbeiten jetzt einfach daran, jeden Tag etwas besser zu werden. Unser Ziel bleibt ein Platz unter den ersten Fünf“, sagte Coursey.

Bosnjak erkannte Gutes und Schlechtes: „Es war ein typisches Auftaktspiel, wir waren etwas nervös. Wir haben uns noch zu viele Ballverluste geleistet und haben aufgezeigt bekommen, dass wir gegen die Zone effektiver sein müssen. Aber daran werden wir jetzt arbeiten. Wir sind mit einem klaren und verdienten Sieg in die Saison gestartet und werden darauf aufbauen.“

Koblenz: Sutalo (27), Schaake (15), Trtic (13), Alispahic (10), Jurkovic (10), Mahfouz (9), Novak (8), Thompson (7), Sherrill (6), T. Bosnjak (2), Jefferson (1), Haufs (1).

Quelle: Rhein-Zeitung vom 23.09.2019

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