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Conlog Baskets beenden Saison erfolgreich

Mit dem 24. Sieg im 26. Spiel haben die Conlog Baskets Koblenz einen versöhnlichen Saisonabschluss gefeiert. Auf der Karthause bezwang die Mannschaft von Trainer Josip Bosnjak den SV 03 Tigers Tübingen mit 92:77 (54:41). Die erfolgreiche Saison wurde letztlich nicht mit Titelgewinn und Aufstieg belohnt, die Vizemeisterschaft war bereits vor dem abschließenden Spiel unter Dach und Fach. Die Gäste hatten ihr Saisonziel Klassenverbleib auch bereits gesichert.

Vielleicht deshalb reisten die Tübinger lediglich mit sieben Akteuren und einem blutjungen Team an. Bemerkenswert: Sechs der sieben Tübinger entstammen dem Jahrgang 2001. Auch die Rhein-Mosel-Städter boten nicht alles auf. Die Center Shore Adenekan und KJ Sherrill sowie Kapitän Deon McDuffie kamen nicht zum Einsatz.

Trotzdem waren die Hausherren körperlich deutlich überlegen und nutzten dies in Viertel eins konsequent aus. Nach zehn Minuten stand ein 31:11 zu Buche, und ein überaus einseitiges Spiel zeichnete sich ab. Doch mit Beginn des zweiten Spielabschnittes zeigten sich die Gäste deutlich forscher, mutiger und treffsicher von außen.

Wie engagiert Trainer Bosnjak auch im letzten Saisonspiel noch war, zeigte sich in einer Szene 18 Sekunden vor der Halbzeit. Einer der Unparteiischen entschied bei einem Zug zum Korb von Henning Schaake auf Schrittfehler. Bosnjak beschwerte sich, bekam zurecht ein technisches Foul. Dass darauf hin binnen Sekunden ein zweites folgte, wirkte überzogen. Die Konsequenz war nämlich der Spielausschluss des Koblenzer Trainers.

Co-Trainer Ralph Weiler und Kapitän McDuffie übernahmen an der Seitenlinie und sahen eine ausgeglichene zweite Halbzeit, in der sich die Tübinger weiter teuer verkauften. Die Baskets gaben die Spielkontrolle nie ab, punkteten in der Zone regelmäßig durch Topscorer Valentin Jurkovic und Henning Schaake. Der Vorsprung bewegte sich weiter stets um die zehn Zähler, der Koblenzer Sieg war nicht mehr gefährdet.

Nach Spielschluss bestimmten die Zukunftsaussichten die Gespräche. Julius Zurna wurde von Publikum und Mannschaft gebührend verabschiedet. Der sympathische Litauer macht aus privaten Gründen in Koblenz Schluss. „Es war ein tolles Jahr in Koblenz. Leider hat es nicht ganz geklappt mit dem Aufstieg. Ich hoffe natürlich, dass die Mannschaft es im nächsten Jahr schafft. Für mich steht jetzt erst einmal die Familie im Vordergrund“, äußerte sich Zurna.

Bereits vor dem Spiel war klar, dass Spielgestalter Steffen Haufs den Baskets erhalten bleibt. „Ich fühle mich wohl auf und außerhalb des Feldes. Hier entsteht etwas, und da will ich weiter dabei sein“, machte Haufs deutlich. Einen Großteil des Koblenzer Kaders wird man somit auch in der nächsten Saison sehen können. Bei Adenekan, Jurkovic und Sherrill ist dies noch fraglich. „Die nächsten Wochen bringen Klarheit. Wir wollen uns auf den ,Local Player'-Positionen breiter aufstellen“, kommentiert Bosnjak die Personalien.

Auf das Spiel bezogen hatte der Koblenzer Trainer ein Lob für die Gastmannschaft parat: „Tübingen ist vielleicht das talentierteste Team der Liga und hat überrascht.“ Gästetrainer Manuel Pasios gab ein Lob zurück: „Mit dieser Bilanz ist es für Koblenz bitter, nicht aufzusteigen. Sie hätten es sicherlich ebenso verdient gehabt. Wir hatten heute am Anfang zu viel Respekt, haben uns dann aber gut in die Partie gefunden. Schließlich ging es auch noch einmal darum, den Verein vernünftig zu repräsentieren.“

Baskets Koblenz: Zurna (5), Haufs (13), Schaake (23), T. Bosnjak, Jurkovic (24), Trtic (11), Novak (13), Mahfouz (3)

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