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Baskets wollen Tabellenspitze verteidigen

  • Vorbericht
Im zweiten Heimspiel ohne die Unterstützung der Zuschauer empfangen die EPG Baskets Koblenz am Samstag (18 Uhr) die Zweitvertretung des FC Bayern München. Trotz Spielabsage in der Vorwoche weilen die Koblenzer noch immer an der Spitze der 2. Basketball-Bundesliga Pro B Süd mit drei Siegen aus drei Partien. Gegner Bayern München II holte bislang zwei Siege aus vier Vergleichen und war in der Vorwoche gleich doppelt gefordert. Im Heimspiel unterlag man den Dresden Titans knapp, auswärts gab es zwei Tage zuvor einen deutlichen Sieg in Hanau.
Die Münchener Mannschaft setzt sich aus talentierten Nachwuchskräften zusammen. Erfahrenster und ältester Akteur im Kader ist der Österreicher Erol Ersek mit gerade einmal 21 Jahren. Er sammelte bei einem Leihgeschäft mit BG Göttingen bereits Bundesligaerfahrung. Der 19-jährige Jason George debütierte im Januar in der BBL für den FC Bayern, der erst 17-jährige Michael Rataj steuerte kürzlich 17 Zähler gegen Dresden bei. „Die Mannschaft ist durchsetzt mit Juniorennationalspielern. Wir haben uns alle bisherigen Spiele angeschaut und sind gewarnt. München spielt äußerst aggressiv, schnell und wird eine enorme Herausforderung“, ahnt Baskets-Sportdirektor Thomas Klein. Coach Danny Rodriguez ergänzt: „Die Bayern zählen mittlerweile zu den absoluten Topadressen im Nachwuchsbereich und haben in den letzten Jahren einiges aufgebaut.“
2010 begann der Weg der Bayern im Basketball. Nach einer Befragung der Vereinsmitglieder entschied sich der Klub, die Basketballabteilung stärker zu unterstützen und fand in Uli Hoeneß einen Fürsprecher. Nur ein Jahr später folgte der Aufstieg in die Bundesliga. Es folgten drei Meistertitel 2014, 2018 und 2019.
Der Nachwuchsbereich wurde professionalisiert, und mittlerweile hat sich die Zweitvertretung in der Pro B etabliert. „Das ist schon beeindruckend, wie stabil die Mannschaft auftritt. Aufbauspieler Ersek hat trotz seines jungen Alters viel Ruhe am Ball und lässt sich nicht stressen. Trotzdem soll da unser Ansatz liegen. Wir wollen uns nicht unter Druck setzen lassen, sondern wollen den Gegner unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen“, erklärt Rodriguez.
Die unfreiwillige Spielpause der Vorwoche soll die Koblenzer dahin gehend nicht aus dem Rhythmus gebracht haben. Im Gegenteil: „Eigentlich war es gut, ein spielfreies Wochenende zu haben. Wir haben seit Anfang September keine Pause gehabt, eine Weihnachtspause wird es in dieser Spielzeit auch nicht geben. So war es gut, einmal durchzupusten. Die Jungs waren nach zwei freien Tagen auch wieder höchst motiviert. Das Training war ganz hervorragend, zudem haben wir keine Verletzten zu beklagen. Wir wollen den vierten Sieg“, sagt Baskets-Trainer Rodriguez.
Zumindest online werden die Anhänger der Baskets auch wieder dabei sein können. Nach dem ersten kommentierten Livestream der Baskets-Geschichte, beim Heimspiel gegen Karlsruhe vor zwei Wochen, wird erneut alles getan, um die Zuschauer bestmöglich zu unterhalten. „Wir haben viel Feedback bekommen, und die Fans haben das Angebot auch super angenommen. Jetzt wollen wir auch da den nächsten Schritt machen, alles wird noch einen Tick professioneller. Wir versuchen weiterhin, Heimspielatmosphäre zu vermitteln und mit der Übertragung unseren Fans etwas zu bieten. Hoffentlich auch den nächsten Sieg“, sagt Klein.
 
 
Quelle: Rhein-Zeitung vom 13.11.2020