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Baskets trumpfen erst spät auf

  • Spielbericht

Im vorletzten Saisonheimspiel in der Basketball-Regionalliga Südwest brauchte es einen wahren Kraftakt für die Conlog Baskets Koblenz. Nach einer erheblichen Leistungssteigerung im Spielverlauf setzte sich die Mannschaft von Trainer Josip Bosnjak gegen den MTV Stuttgart mit 91:81 (41:53) durch. Die Rhein-Mosel-Städter wahrten dadurch zwei Spieltage vor dem Ende die theoretische Chance auf die Meisterschaft. Zwei Siege in Saarlouis und im abschließenden Heimspiel gegen Tübingen sind Pflicht, während Tabellenführer Speyer, der an diesem Wochenende erneut souverän gewann (111:78 gegen Fellbach), zweimal patzen müsste.

Die Schwaben begannen auf der Koblenzer Karthause couragiert und warfen sich schnell eine 7:1- Führung heraus. Die Baskets kamen schwerer in die Gänge, glichen beim 13:13 (8.) die Partie erstmals wieder aus und übernahmen im Anschluss durch einen Dreier des erneut stark aufspielenden Henning Schaake erstmals die Führung. Haufs und Schaake legten zwei weitere Dreier nach, sodass zum Viertelende eine 23:17- Führung bestand.

Diese währte allerdings nur kurz, denn das zweite Viertel war wohl das schwächste Viertel der Koblenzer in der gesamten Saison. „Vielleicht waren wir uns schon zu sicher. Die Intensität hat gefehlt, der Gegner war einfach aggressiver“, sagte Bosnjak. Und Stuttgart traf fast nach Belieben. 60 Prozent der Feldwürfe des MTV fanden in der ersten Halbzeit das Ziel. Ganze 36 Punkte erzielten die Stuttgarter allein im zweiten Viertel. So stand beim Seitenwechsel eine völlig verdiente 53:41-Führung der Gäste auf der Anzeigetafel.

„In der Kabine haben wir uns viel vorgenommen. Das konnten wir so nicht stehen lassen“, betonte Bosnjak. Die Baskets starteten gut mit Punkten erneut durch Haufs und Schaake. Aber der MTV hielt weiter gut dagegen. Insbesondere Marco Schlafke aufseiten der Gäste erwischte einen Sahnetag und schenkte den Koblenzern insgesamt 25 Zähler ein. Nick Mosley, bester Scorer und Rebounder der Liga, kam auf 16 Punkte und elf Rebounds für den MTV.

Die Initialzündung der Hausherren ließ auf sich warten bis zum Ende des dritten Viertels. Nach einem erfolgreichen Dreier durch Zeljko Novak ließ KJ Sherrill einen krachenden Dunking folgen, der die Koblenzer vor dem Schlussabschnitt auf 65:69 heranbrachte. Topscorer Milan Trtic besorgte mit vier Punkten hintereinander den erneuten Ausgleich. Stuttgart stemmte sich gegen den Koblenzer Lauf, und es blieb spannend bis zum 79:79 zweieinhalb Minuten vor dem Ende.

Jetzt zeigten sich die Gastgeber abgeklärter und bewiesen Nervenstärke von der Freiwurflinie. Es folgte ein spielentscheidender 8:0- Lauf, bei dem sechs Freiwürfe in Folge verwandelt wurden. „Nachdem Stuttgart letzte Woche deutlich gegen Kronberg unterlegen war, hat man ihnen angemerkt, dass sie auf Wiedergutmachung aus waren. Wir haben einige Zeit gebraucht, um den Kampf anzunehmen. Die Mannschaft hat aber einmal mehr nach diesem Rückstand ihren Charakter beweisen“, lobte Bosnjak.

Koblenz: McDuffie (6), Sherrill (5), Zurna (2), Haufs (15), Schaake (20), T. Bosnjak (2), Jurkovic (14), Adenekan, Trtic (23), Novak (4), Mahfouz.

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