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Baskets siegen in Kaiserslautern

  • Spielbericht

Die EPG Baskets Koblenz haben sich mit einem 114:96 (70:41)-Erfolg über den 1. FC Kaiserslautern in die Weihnachtspause der Basketball-Regionalliga Südwest verabschiedet.
Hinter den Kulissen der Rhein-Mosel-Städter hat es vor dem Spiel in Kaiserslautern mächtig gebrodelt. Zwei Akteure werden beim Trainingsstart der Baskets am 2. Januar nicht mehr Teil des Teams sein.
Center Valentin Jurkovic trat die Fahrt zum Auswärtsspiel in die Pfalz bereits nicht mehr mit an. Aufbauspieler Steffen Haufs absolvierte in Kaiserslautern seine letzte Partie für die Koblenzer. Beide Akteure baten um Vertragsauflösung. Es war die knappe Heimniederlage gegen die Saarlouis Sunkings Anfang Dezember, die zum Bruch führte.
„So wie sich die Mannschaft dort im letzten Viertel präsentiert hat, geht es einfach nicht. Das haben wir in einem deutlichen Gespräch in den Tagen danach klargemacht. Wir fordern Identifikation, Engagement und Leistung – und das gilt nicht nur für die beiden Spieler, die uns nun verlassen. Steffen und Valentin waren zuletzt unzufrieden mit ihren Rollen, haben aber beide auch nicht an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen können. Deshalb haben wir deren Wunsch nach Auflösung des Vertrages entsprochen“, erklärt Sportdirektor Thomas Klein.
Vor Haufs und Jurkovic hatte bereits Milan Trtic sein sofortiges Karriereende verkündet, um sich voll auf den Beruf konzentrieren zu können. Somit gilt es nun, bereits drei Abgänge zu kompensieren. „Wir werden eine Nachverpflichtung vornehmen. Ansonsten wollen wir auch Spielern aus dem Farmteam eine Gelegenheit geben, sich zu zeigen“, kommentiert Klein.
In Kaiserslautern wurde Norman Klima aus der Reserve hochgezogen. Ohne Jurkovic und Trtic musste die Rotation aber verkleinert werden, und zu allem Überfluss musste Koblenz nach vier Minuten auch auf den zuletzt formstarken Edin Alispahic verzichten. Alispahic lieferte sich einen Disput mit seinem Gegenspieler und kassierte direkt nacheinander zwei technische Fouls, der Lauterer kam mit nur einem technischen Foul davon.
Trotz der personellen Rückschläge lieferten die Baskets in der ersten Hälfte eine äußerst starke Partie und trafen fast nach Belieben. Überragend präsentierte sich der US-Amerikaner KJ Sherrill, der neben der Bestleistung von 27 Punkten auch 19 Rebounds holte und klar zum Mann des Tages avancierte. Der 1. FCK hatte kaum etwas entgegenzusetzen, schon zur Halbzeit hatten die Baskets 70 Zähler auf dem Konto – so viel wie noch nie in dieser Spielzeit.
Nach dem Seitenwechsel konnten die Baskets das gute Spiel nicht aufrecht erhalten und die Pfälzer verkürzten den 29-Punkte-Rückstand leicht. „So gut die erste Hälfte war, so schlecht war die zweite. Irgendwo ist es verständlich, dass man nach so einer Halbzeit nicht die allerletzte Konsequenz zeigt, aber man darf eine Mannschaft nicht wieder ins Spiel kommen lassen, sonst passiert so etwas wie gegen Saarlouis“, macht Klein deutlich.
Kaiserslautern gewann das dritte Viertel mit 26:21 und auch den Schlussabschnitt mit 29:23, der Sieg der Koblenzer aber geriet dank des Vorsprunges nicht in Gefahr. „Man sollte es aber letztlich deutlicher gestalten. Wir ruhen uns jetzt erst einmal etwas aus. Dann geht’s mit vollem Engagement in das neue Jahr. Der zweite Platz ist und bleibt nun das Minimalziel, dass wir unbedingt erreichen wollen“, sagt Klein.
Koblenz: Jefferson, Sherrill (27), Sutalo (24), Haufs (6), Schaake (16), Mahfouz (17), Klima (2), Novak (20), Alispahic, Thompson (2).

Quelle: Rhein-Zeitung vom 20.12.2019

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