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Baskets krempeln Ärmel hoch und besiegen die Bayern

  • Spielbericht
Die EPG Baskets Koblenz haben auch die zweite lange Auswärtsfahrt binnen sechs Tagen in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B Süd erfolgreich gestaltet. Beim FC Bayern München II setzten sich die Rhein-Mosel-Städter nach einer umkämpften Partie mit 79:65 (45:45) durch. Die Mannschaft von Trainer Mario Dugandzic verbessert sich nach dem 12. Sieg im 15. Saisonspiel auf den zweiten Tabellenplatz, weil der bisherige Zweite aus Ulm gegen Coburg verlor. „Platz zwei ist eine schöne Momentaufnahme, das nehmen wir gerne an. Mehr ist es aber auch noch nicht. Die heiße Phase der Hauptrunde erwartet uns in den nächsten Wochen“, sagte Dugandzic.
In den frühen Morgenstunden am Sonntag kehrte der Tross der Koblenzer aus München zurück ans Deutsche Eck. Im Gepäck ein Erfolg, der als Paradebeispiel eines „Arbeitssieges“ gelten darf. „Wir sind unheimlich froh, dass wir die beiden schweren Spiele in Coburg und München siegreich gestalten konnten. Die Bayern waren absolut der erwartet unangenehme Gegner“, erzählte Dugandzic. Vor allem im ersten Spielviertel setzten die Gastgeber den Koblenzern richtig zu und spielten unbekümmert auf. Den Baskets gelangen zwar zwei frühe Dreier durch Dominique Johnson und Lucas Mayer, doch davon ließen sich die Bayern-Talente nicht beeindrucken. Ganze 30 Punkte legten sie im ersten Spielabschnitt auf, die Koblenzer folgten mit 24 Zählern. Diese insgesamt 54 Punkte erreichten beide Teams zusammengenommen auch in der kompletten zweiten Halbzeit. Dies ist vor allem einer sich immer besser zurechtfindenden Koblenzer Defensive geschuldet. „Wir haben uns im Verlauf von einer Ganzfeld- Verteidigung mehr in eine Mann-Mann-Deckung zurückgezogen und sind damit besser klargekommen. Das hat uns später auch zu einer besseren offensiven Ruhe geholfen“, erklärte Dugandzic. Nach dem punktreichen ersten Viertel ließen die Baskets im zweiten Viertel nur noch 15 Zähler der Bayern zu und glichen zum 45:45-Pausenstand aus. Nach dem Seitenwechsel taten sich beide Seiten zunächst offensiv schwer. Hüben wie drüben ergaben sich keine Vorteile. Der Spielabschnitt endete 12:12, sodass vor dem Schlussviertel beim 57:57 alles offenblieb. Da gelang den Bayern zwar der erste Korb, doch die Koblenzer wirkten nun deutlich fokussierter. „Auch das zeichnet diese Mannschaft derzeit auf. Sie ist bereit, die Ärmel hochzukrempeln und bewahrt die Ruhe. Wir haben dann die richtigen Lösungen präsentieren können“, freute sich Dugandzic. Nach Freiwürfen von Niclas Sperber und Johnson gingen die Baskets in Führung, den Hausherren wurde in der Folge über acht Minuten lediglich ein Korb gestattet. So machten die Koblenzer aus einem 57:59- Rückstand eine 76:61-Führung. Zwei Minuten vor dem Ende war damit die Partie natürlich entschieden. Lutz Klattenberg
 
Koblenz: Heckel (14), Philips (14), Mayer (9), Johnson (13), Pölking (7), Butler (9), Mampuya (5), Womala, Sunelik (2), Sperber (4), Phatty (2), Saffer.
 
Quelle: Rhein-Zeitung vom 17.01.2022