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Baskets haben in Verlängerung längeren Atem

  • Spielbericht

„Was für ein Comeback“, jubelte Mario Dugandzic, Trainer der EPG Baskets Koblenz, nach der Partie seiner Mannschaft in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B bei den Gießen 46ers Rackelos. Nach einem 21-Punkte-Rückstand in der Mitte des dritten Viertels retteten sich die Koblenzer mit einem Kraftakt in die Verlängerung und hatten dort den längeren Atem. Am Ende stand ein 88:83 (78:78; 31:42)-Erfolg bei den Lahnstädtern.

Bitter für die Gastgeber: Es war bereits die vierte knappe Niederlage im vierten Spiel, während die Baskets ihre weiße Weste wahrten. „Das war schon nervenaufreibend. Wieder haben wir gezeigt bekommen, dass man keine Mannschaft dieser Liga unterschätzen kann. Und wieder haben wir auch gesehen, dass wir schon einen guten Teamgeist haben und einen starken Glauben an die eigene Stärke“, bilanzierte Dugandzic.

In der altehrwürdigen Gießener Sporthalle Ost waren die Baskets gar nicht schlecht in die Partie gestartet, sie erarbeiteten sich durch das erste Viertel eine knappe Führung. Dugandzic sah aber schon da die Ursache für das, was kommen sollte. „Wir waren defensiv etwas zu träge, haben hier und da leichte Körbe des Gegners zugelassen“, erklärte der Koblenzer Trainer, der einen Schlüsselmoment zwei Sekunden vor Ablauf des ersten Viertels ausmachte. Der US-Amerikaner Kienan Walter verwandelte einen Drei-Punkte-Wurf zum 17:21-Anschluss. Mit Beginn des zweiten Spielabschnittes wurden die Hausherren immer sicherer in ihren Aktionen. Koblenz suchte nach einer Lösung, offensiv wie defensiv, fand aber keine. Die Würfe von außen wollten nicht fallen, und die Gießener Protagonisten Johannes Lischka, Tim Uhlemann und Walter punkteten konstant. Am Ende ging das Viertel deutlich mit 25:10 an die Lahnstädter, die somit eine Elf-Punkte-Führung mit in die Kabine nahmen. Nach dem Seitenwechsel setzte sich der Spielverlauf so fort. Gießen baute die Führung stetig aus bis zum 54:33 (25.) mit bereits 21 Zählern Vorsprung. Dugandzic stellte nun auf eine aggressivere Ganzfeld-Verteidigung umstellte und die Rotation verkleinerte. Angeführt von Brian Butler, der nun das Heft des Handelns in die Hand nahm, schafften es die Koblenzer, den Rückstand etwas zu verringern. Zum Ende des dritten Viertels zeigte die Anzeigetafel nur noch ein 51:61. „Der Glaube war da, und diese fünf Minuten in der zweiten Hälfte des dritten Viertels waren ganz entscheidend“, meinte Dugandzic. Im Schlussviertel steigerte sich die Dramaturgie minütlich. Die Koblenzer verkürzten durch einige Körbe von Leo Saffer und einen der zuvor selten erfolgreichen Distanzwürfe, dieses Mal von Shembari Philipps. Nach einer Gießener Durststrecke von über vier Minuten war die Partie wieder vollkommen offen – die Hessen führten nur noch 68:67 (37.). Die Führung wechselte nun in jedem Angriff, bis Dominique Johnson mit zwei Freiwürfen 22 Sekunden vor dem Ende den Ausgleich besorgte. Der letzte Wurf der Gießener durch Viktor Ziring fand den Weg in den Korb, doch kam eine Sekunde zu spät – Verlängerung.

Da waren nun die Koblenzer wacher. Philipps verzeichnete einen wichtigen Ballgewinn, Johnson verwandelte einen von nur vier erfolgreichen Dreiern der Koblenzer. Gießen schwanden langsam die Kräfte. Die Baskets legten durch Butler, Johnson und Saffer nach. Zu viel für die Gießener, die sich nach starkem Kampf nun geschlagen geben mussten. „Wir haben wieder etwas gelernt. Wir haben im zweiten und dritten Viertel die Blutung nicht stoppen können und sind dennoch ruhig geblieben. Offensiv haben wir dann zwei, drei Dinge gefunden, die funktioniert haben und diese konsequent forciert. Defensiv konnten wir an Intensität zulegen. Das war ein ganz hartes Stück Arbeit“, bilanzierte Dugandzic.

Koblenz: Philipps (13), Saffer (9), Mayer, Johnson (14), Butler (21), Sperber (2), Phatty, Marello (6), Pölking (4), Heckel (19)

Quelle: Rhein-Zeitung vom 18.10.2021

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