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Baskets gehen Spiel in Erfurt zu schlampig an

  • Spielbericht
Die EPG Baskets Koblenz haben den Sprung an die Tabellenspitze der 2. Basketball-Bundesliga Pro B Süd verpasst. Die Mannschaft von Trainer Mario Dugandzic unterlag im Verfolgerduell den Basketball Löwen Erfurt mit 62:74 (34:37). Die Rhein-Mosel-Städter hätten sich mit einem Erfolg die Spitzenposition sichern können, nachdem die Dresden Titans am Tag zuvor in Frankfurt die zweite Saisonniederlage erlitten hatten. Durch die Pleite in Thüringen rutschten die Koblenzer nun aber auf den dritten Rang ab.
Für Dugandzic lagen die Gründe der Niederlage auf der Hand. „Der Mangel am Fokus in der zweiten Halbzeit war entscheidend. Wir waren zu schlampig in unseren Ausführungen und haben uns das Leben immer wieder selbst schwer gemacht. Hatten wir das Momentum, so folgte immer sofort ein Fehler. Wir haben einfach keinen Rhythmus gefunden“, haderte Dugandzic.
Im ersten Durchgang lieferten sich die Teams einen offenen Schlagabtausch. Die Führung wechselte mehrfach. Ein Drei-Punkte-Wurf brachte die Erfurter im letzten Angriff des ersten Viertels mit 20:19 in Führung. Gleiches passierte auch im zweiten Spielabschnitt. In letzter Sekunde gelang den Gastgebern ein Dreier zur 37:34-Halbzeitführung. „Eigentlich war alles im Rahmen. Es war kein besonders gutes Spiel von uns, aber auch kein ganz Schlechtes“, bewertete Dugandzic.
Nach der Pause verschlechterte sich das Koblenzer Spiel zusehends. Erfurt landete einen schnellen 10:0-Lauf zum 48:37. Die Baskets leisteten sich zu viele Fouls und trafen ihre Würfe nicht. Insgesamt verbuchten die Koblenzer ganze elf Wurfversuche mehr als der Gegner, nur ging der Ball nicht in den Korb. Und auch von der Freiwurflinie blieb die Quote schwach bei 59 Prozent. So lief Koblenz dem Rückstand hinterher. Beim 56:45 für Erfurt ging es in das Schlussviertel. Koblenz mühte sich weiter und konnte fünf Minuten vor dem Ende durch Dominique Johnson auf 58:63 verkürzen. Doch die Hoffnung währte nur kurz. Erfurt reagierte cool und machte schnelle Punkte durch Jan Heber und den überragenden ivorischen Nationalspieler Guy Edi, der mit 20 Punkten und zehn Rebounds zum Topscorer der Partie avancierte.
Dugandzic: „Wir haben auswärts ein Problem, daran müssen wir arbeiten. Wir müssen uns besser fokussieren. Und wir müssen die Mannschaft nun auch schnell wieder aufrichten. Schon in vier Tagen steht das Rückspiel gegen die Erfurter an. Dieses Spiel wollen wir unbedingt gewinnen.“
 
Koblenz: Heckel (7), Philips (11), Johnson (13), Butler (14), Pölking (2), Sunelik (3), Mayer (3), Sperber, Saffer, Phatty, Mampuya (9), Womala.
 
Quelle: Rhein-Zeitung vom 20.12.2021