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Baskets entscheiden Spitzenspiel für sich

  • Spielbericht

Die EPG Baskets Koblenz haben in der Basketball-Regionalliga Südwest ein Ausrufezeichen gesetzt: Die Rhein-Mosel- Städter bezwangen vor fast voll besetzten Rängen auf der Koblenzer Karthause die bislang unbesiegten Arvato College Wizards aus Karlsruhe völlig verdient mit 95:78 (42:33).
Die Mannschaft von Trainer Christos Dictapanidis sicherte sich durch den Heimerfolg auch den direkten Vergleich und darf sich so zumindest weiter leise Hoffnungen auf den Titel machen. Dafür bedarf es aber noch immer drei weitere Niederlagen der Badener in den verbleibenden acht Saisonspielen, während die Koblenzer sich schadlos halten müssten.
Von einem derartigen Szenario träumen wohl nur die kühnsten Anhänger der Baskets, die Akteure auf dem Feld waren zunächst sichtlich motiviert, verlorenes Prestige im Topduell zurückzuerlangen. Vom Hochball weg lieferten sich die Teams ein packendes Duell, indem die Hausherren den besseren Start erwischten. Routinier Edin Alispahic zeigte sich hellwach in der Anfangsphase und lieferte sich offensiv mit dem Karlsruher Ex- Nationalspieler Rouven Rößler ein hitziges Duell. Defensiv bearbeitete Yassin Mahfouz Rößler, der sich früh zwei Fouls einhandelte und mit den Entscheidungen der Unparteiischen haderte.
Die Stammfünf der Koblenzer schaffte es, sich schnell einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten: Zum Viertelende führten die Gastgeber dank hervorragender Defense mit 23:14. Auch von der Bank kam im zweiten Spielabschnitt viel Schwung. Henning Schaake sollte als Einwechselspieler zum Topscorer avancieren (18 Punkte), Neuzugang Noah Westerhaus lieferte mit elf Punkten und sechs Rebounds ein gelungenes Debüt, und Evangelos Bempis steuerte zehn Assists bei. So wurde der Vorsprung zunächst bis zum 35:19 ausgebaut, ehe Karlsruhe zum Viertelende hin mit einem 5:0-Lauf verkürzen konnte.
Nach der Pause erwischten die Gäste den besseren Start mit einem weiteren 7:0-Lauf – die Koblenzer Führung wackelte. Genau da machte Karlsruhes Coach Kay Blümel aber auch einen spielentscheidenden Fehler aus. „Beim 46:43 hatten wir mit einem Fastbreak die Möglichkeit, weiter zu verkürzen. Den brechen wir aber ab, verlieren den Ball und kassieren einen Korb. Wir hatten einfach zu viele Ballverluste“, haderte Blümel.
Ab Mitte des dritten Viertels fanden die Gastgeber ihren Rhythmus wieder. Mahfouz per Dreier, Westerhaus und KJ Sherrill, der viel Dominanz unter dem Korb ausstrahlte, punkteten, und nach einem 10:0-Lauf war die Führung zum Viertelende beim 70:55 schon wieder recht komfortabel. Dieser Vorsprung konnte nun, den direkten Vergleich mit sieben Zählern Unterschied stets im Hinterkopf, behauptet werden. Karlsruhe versuchte es noch kurzzeitig mit einer Pressverteidigung, aber die Koblenzer fanden Mittel, diese zu überspielen.
„Die ganze Mannschaft hat defensiv hervorragend gearbeitet, vorne haben wir gut aus der Mitteldistanz getroffen. Der Sieg war Ergebnis von starkem Teamwork, wieder haben sechs Spieler zweistellig gepunktet. Ich bin sehr zufrieden, aber es waren auch nur zwei Punkte. Auch die verbleibenden acht Spiele wollen wir alle gewinnen“, erklärte Baskets- Coach Dictapanidis.
„Unser Vorsprung ist noch immer recht komfortabel, aber vorzeitige Glückwünsche zum Titel nehme ich noch nicht entgegen. In den vergangenen Wochen und auch heute hat uns etwas der Rhythmus gefehlt und wir haben einfach zu viele Fehler gemacht. Der Sieg der Koblenzer ist absolut verdient. Wenn man sich in den kommenden Wochen den Vorsprung in der Tabelle aber noch nehmen lassen würde, wäre man komplett selbst schuld“, meinte Gästecoach Blümel.
Baskets-Neuzugang Westerhaus freute sich derweil über sein gelungenes Debüt: „Die Atmosphäre war klasse. Es hat einfach sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich nach meinem Wechsel bei mir die drei Wochen Spielpause bemerkt habe. Das Team hat mich aber toll unterstützt, ich habe mich schon hervorragend eingelebt und freue mich einfach auf die nächsten Spiele vor diesem Publikum.“
Koblenz: Sherrill (14), Suralo (14), Fölbach, Schaake (18), Westerhaus (11), Bempis (2), Novak (3), Alispahic (15), Thompson (6), Jungblut, Mahfouz (12).

Quelle: Rhein-Zeitung vom 03.02.2020

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