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Baskets drehen das Spitzenspiel nach der Pause

  • Spielbericht

Koblenzer Korbjäger besiegen Verfolger Karlsruhe am Ende deutlich und freuen sich nun auf Speyer

Die Conlog Baskets Koblenz haben einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft getan. Im Regionalliga-Heimspiel gegen die Arvato College Wizards aus Karlsruhe revanchierte sich die Mannschaft von Trainer Josip Bosnjak für die Hinspielniederlage mit einem deutlichen 95:75 (39:42). Vor toller Kulisse auf der Karthause hielten die Badener dem Koblenzer Druck nur eine Halbzeit stand. An gleicher Stelle kommt es nun in zwei Wochen zum womöglich entscheidenden Meisterschaftsspiel gegen die punktgleichen Baskets Speyer.

Einer Schweigeminute im Andenken an die verstorbene ehemalige Bürgermeisterin und Baskets-Förderin Marie-Theres Hammes-Rosenstein folgte eine höchst intensive erste Halbzeit, die sich das Prädikat „Spitzenspiel“ verdiente. Die Gäste zeigten sich engagiert im Glauben an eine Wiederholung des Hinspielerfolges.

In den temporeichen ersten zehn Minuten wechselte allein achtmal die Führung. 20 von 23 Zählern der Gäste im ersten Viertel gingen auf das Konto des Duos Eyke Prahst und Rouven Rössler. Letzterer, ehemaliger deutscher Nationalspieler, war bei Henning Schaake eigentlich in guten Händen. Einige Distanzwürfe, wie ein Dreier Sekunden vor dem Viertelende, waren schlicht nicht zu verteidigen.

Unterm Korb bereitete der Karlsruher Center Prahst den Koblenzern große Probleme, diese Personalie sollte im späteren Verlauf noch von Bedeutung sein. Nach den ersten 15 Minuten führten die Koblenzer mit 25:23, und auch im zweiten Spielabschnitt blieb es eng. Prahst trumpfte an den Brettern weiter auf und hatte bis zur Halbzeit bereits 20 Punkte auf dem Konto. Der 2,08-Meter-Mann war es auch, der den Gästen mit zwei Körben zum Ende eine knappe 42:39- Halbzeitführung verschafft.

Auf der Karthause richtete man sich auf einen Krimi bis Spielende ein, doch schon Viertel drei sollte spielentscheidend werden. Die Gäste verschliefen den Start und ließen einen schnellen 6:0- Lauf der Koblenzer zu. Bosnjak beorderte KJ Sherrill für Valentin Jurkovic in die Startaufstellung, um die Kreise von Prahst einzuschränken. Offensiv drehte nun Julius Zurna auf und markierte für die Conlog Baskets zehn Zähler in der Anfangsphase des dritten Viertels. Aus dem Rückstand wurde binnen vier Minuten eine 56:50-Führung.

Dann knickte Gästecenter Prahst, bis dahin mit 26 Zählern und sieben Rebounds in 20 Minuten der überragende Spieler, unglücklich um und konnte nicht mehr weiterspielen. Gegen die derart geschwächten Karlsruher setzten die Baskets ihren Lauf ungehindert fort und ließen Dreier durch Zurna, Schaake und Steffen Haufs folgen. Zum Viertelende hatten sie aus dem Drei-Punkte-Pausenrückstand eine 74:60-Führung gemacht.

Wieder einmal zeigte sich dabei auch die Tiefe im Koblenzer Kader. Während die Gäste den Ausfall von Prahst nicht zu kompensieren vermochten, konnten die Hausherren den Ausschluss von Sherrill nach seinem fünften Foul (28.) fast locker wegstecken.

Das Schlussviertel wurde zu einer Show für das Heimpublikum. Mit einem 8:0-Lauf und zwei schönen Dreiern durch Haufs und Deon McDuffie brachen die Gastgeber die Karlsruher Gegenwehr endgültig. Dem achten Heimsieg in Serie stand nichts mehr im Wege.

„Wir konnten die Intensität nach der Pause nicht aufrechterhalten. Koblenz hatte das tiefer besetzte Team, uns hat der Ausfall unseres Centers schwer getroffen“, erklärte Wizards-Coach Jaivon Harris. „Trotzdem müssen wir es nach einer guten ersten Halbzeit besser machen. Im Titelrennen räume ich nun Koblenz aufgrund des Heimvorteils die etwas besseren Chancen ein.“

Baskets-Trainer Josip Bosnjak meinte: „Karlsruhe hat uns in der ersten Hälfte das Leben richtig schwer gemacht. Aber nach der Pause hat meine Mannschaft eine gute Mentalität gezeigt. Man darf auch nicht erwarten, dass wir so eine Mannschaft einfach aus der Halle schießen. Das Publikum hat uns getragen und in den schweren Phasen enorm geholfen. Jetzt müssen wir in Mannheim kühlen Kopf bewahren, damit wir in zwei Wochen hier das erhoffte Basketballfest feiern können.“

Baskets Koblenz: McDuffie (6), Zurna (23), Sherrill (10), Adenekan (2), Trtic (19), T. Bosnjak, Novak, Jurkovic (3), Haufs (13), Schaake (15), Mahfouz (4).

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