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Baskets beenden den Oberhachinger Fluch

  • Spielbericht

Ob auf der Karthause oder auf dem Oberwerth, die EPG Baskets Koblenz sind zu Hause in dieser Spielzeit weiter nicht zu bezwingen. Vor rund 250 Zuschauern in der CGM Arena setzten sich die Koblenzer gegen den TSV Oberhaching mit 70:63 (33:31) durch.
Und dies taten die Baskets ohne ihren Trainer Mario Dugandzic (Bronchitis) und auch ohne Brian Butler, der nach einer Sprunggelenksverletzung passen musste. Co-Trainer Gerard Gomila coachte das Team gegen die Oberbayern, gegen die die Baskets in bisher drei Vergleichen stets den Kürzeren gezogen haben. Das erste Mal korrigierend eingreifen musste der Spanier bereits nach fünf Minuten. Denn TSV-Aufbauspieler Janosch Kögler hatte die ersten elf Zähler seiner Mannschaft inklusive zweier Dreier zum 11:5 markiert. Die Koblenzer kamen mit einem 8:0-Lauf aus der Auszeit. Nach zehn Minuten stand es 13:13. Im zweiten Viertel traten nun auch Köglers Nebenmänner hervor, und die Teams lieferten sich weiter ein Duell auf Augenhöhe. Zum Ende des zweiten Spielabschnittes tat sich Jacob Mampuya hervor und bescherte den Baskets mit zwei Dreiern die knappe 33:31-Halbzeitführung.
„Wir hatten den Gegner genau so erwartet. Oberhaching ist einfach eine erfahrene Mannschaft, die es jedem Gegner schwer machen kann“, sagte Gomila, dessen Team nach dem Seitenwechsel die beste Phase hatte. Den Baskets gelang nun fast alles, Oberhaching blieb sieben Minuten ohne Korberfolg, ein 18:0-Lauf zum 52:34 schien die Vorentscheidung gewesen zu sein. „Koblenz war in dieser Phase einfach richtig stark und hat uns mit der individuellen Klasse unheimlich zugesetzt“, gestand Gästecoach Mario Matic. Den Koblenzer Lauf beendete TSV-Akteur Peter Zeis mit einem Dreier, 30 Sekunden später legte er einen weiteren nach. Zum Viertelende zeigte die neue Anzeigetafel in der CGM Arena somit ein noch immer komfortables 52:40 für die Gastgeber.
Oberhachings Kögler, der am Ende auf überragende 30 Zähler kam, eröffnete das Schlussviertel, und Punkt um Punkt kam der TSV heran. Richtig unruhig wurde das Publikum, als Zeis zwei Minuten vor dem Ende mit seinem dritten erfolgreichen Distanzwurf auf 57:59 verkürzte. Jetzt fiel die Entscheidung: Im Gegenzug traf Marvin Heckel routiniert zwei Freiwürfe, und der TSV leistete sich zwei Ballverluste in der folgenden Angriffsequenz. Mit dann noch 37 Sekunden auf der Uhr fand der Ball nach schöner Stafette Dominique Johnson an der Drei-Punkte-Linie. Der Ex-Bundesligaprofi setzte den Ball glatt durch die Reuse zum 64:57. Damit war die Partie entschieden.
„Die Koblenzer haben die wichtigen Würfe getroffen“, analysierte Matic. Baskets-Center Moses Pölking sah den Schlüssel in der Defensive. „Da haben wir die Partie gewonnen und den extrem physischen Gegner über die gesamte Spielzeit hart bearbeitet.“
Koblenz: Womala, Philips (9), Saffer, Mayer (11), Mampuya (10), Johnson (12), Sperber, Pölking (8), Sunelik (4), Heckel (16).

Quelle: Rhein-Zeitung vom 24.01.2022